Meister im Schreinerhandwerk
Der Meister im Handwerk ist der Klassiker der Weiterbildung.Die Meisterschule ist ein eigenständiger Bildungsgang einer weitergehenden fachlichen Ausbildung. Sie führt nicht zu einem staatlichen Abschluss nach Schulrecht, sondern bereitet auf die Teilnahme an der Meisterprüfung bei der zuständigen Stelle vor. Die vermittelten beruflichen Qualifikationen orientieren sich eng an den Erfordernissen der beruflichen Praxis. Aufgrund der Tätigkeit des Meisters/der Meisterin im eigenen Betrieb oder auch als Angestellte/-r kommt neben den betriebswirtschaftlichen Anforderungen auch den Führungsaufgaben eine wesentliche Bedeutung zu.
Eine Gesetzesänderung ermöglicht Meistern mit entsprechender Berufserfahrung ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität auch ohne Abitur und ohne Fachhochschulreife. In der Regel ist dazu eine Aufnahmeprüfung an der Hochschule erforderlich - es gibt aber keine einheitliche Regelung, die einzelne Hochschule entscheidet fallbezogen und in Abhängigkeit von der Aufnahmekapazität. Nähere Informationen dazu erteilen die zuständigen Stellen an den Hochschulen, die Agenturen für Arbeit oder die Handwerkskammern.
Der Unterricht
Der Unterricht orientiert sich an der betrieblichen Praxis des Schreinerbetriebes und zukünftigen Stellung im Unternehmen. Die Durchführung aller Prozesse erfolgt ergebnis-, kunden- und qualitätsorientiert. Bei allen Handlungen setzen die Meisteranwärter/innen berufsbezogene Grundlagen aus den Bereichen Werkstofftechnik, Technische Mathematik, Statik, Physik und Chemie um und wenden relevante Gesetze, Normen, Regelwerke, Richtlinien und Vorschriften an. Bei sämtlichen Handlungen im Rahmen der Kundenaufträge werden Lernprozesse durch die Meister/innen selbst organisiert und nach Abstimmung mit den Lehrkräften in Teams umgesetzt.
Ausbildungsform
In meinem Fall war es in Form eines Zusatzunterrichts, innerhalb der Weiterbildung zum Gestalter.
Prüfung
Entsprechend der Gliederung der Meisterprüfung in den Teilen I und II erfolgt die Gliederung des Unterrichts in den vorgegeben vier Handlungsfeldern:
1. Gestaltung, Konstruktion und Fertigungstechnik
2. Montage und Instandhaltung
3. Auftragsabwicklung
4. Betriebsführung und Betriebsorganisation
Teil I: Prüfung der meisterlichen Verrichtung wesentlicher Tätigkeiten
Teil II: Prüfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse
Teil III: Prüfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse
Teil IV: Prüfung der erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse (BAP)
Abschluss
Schreinermeister
Link zur Holztechnikschule in Stuttgart:
http://www.holztechnikschule-stuttgart.de/holz/index.php/fachschule/meister